Erfahrung mit Botox? Botox wohin? Botox wie? Was hilft wirklich gegen Falten? By Laura

Aktualisiert: Juni 5

Was hilft wirklich gegen Falten? Meine erste Etappe in Sachen Selbsttest führt mich da gleich zu einem Klassiker unter den Behandlungsmethoden: Botox! Botulinumtoxin A, um fachlich genau zu sein. Zum Thema „Falten wegspritzen“ finde ich viele Fragen und Gruselgeschichten im Netz. Zu Recht? Für eine Aufklärung möchte ich besser gleich mit der Fachfrau selbst sprechen – im kurzen Interview mit Frau Dr. Schulz:

Die Wirkung von Botox – Wunderwaffe gegen Mimikfalten!


Ich: „Wie gefährlich ist eine Behandlung mit Botulinumtoxin wirklich?“

Dr. Schulz: „Wie bei allem gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift! In diesem Fall ist es sogar wörtlich genommen. Vereinfacht gesagt zählt Botulinumtoxin nämlich zu der Familie der neurotoxischen Proteine und ist streng genommen ein Nervengift. Es ist als Protein aber auch ein völlig natürlicher Stoff, der in solch geringen Mengen, wie sie in der Ästhetik angewendet werden, völlig unbedenklich ist und vom Körper nach spätestens 6-9 Monaten wieder vollständig abgebaut werden, ohne die Gesundheit zu belasten. Leider muss die Behandlung deswegen auch in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, birgt aber dafür keinerlei Risiko eines ungewünschten Ergebnisses.“

Ich: „Stichwort Botox-Unfall: Viele Stars, deren Gesichter nach missglückten Behandlungen regelrecht verzerrt sind, geben Botox die Schuld. Ist Botox gefährlich?“

Dr. Schulz: (schmunzelt) „Nein, die haben dann definitiv was anderes machen lassen! Das Ergebnis wäre zum einen nicht so drastisch, zum anderen würde es sich nach einiger Zeit wieder regulieren. Viele Stars, deren Aussehen sich durch Eingriffe nicht gerade zu ihrem Vorteil verändert hat, nehmen Botox gerne als Ausrede beispielsweise für eine missglückte Gesichtsstraffung. Das stellt für viele immer noch die weniger peinliche Variante dar, als die ganze Wahrheit zu erzählen.“

Ich: „Rein zum Verständnis – Wie wirkt Botox denn nun wirklich?“

Dr. Schulz: „Nehmen wir das Beispiel Stirn, weil Botox hier sehr häufig eingesetzt wird – so auch bei Ihnen später (schmunzelt schon wieder und ich merke deutlich, wie sie einen kurzen, fachmännischen Blick auf meine Stirn wirft!!). Wir werden sehr kleine Injektionen in die feinen Muskelpartien setzen, die sich daraufhin entspannen. Die Falten entstehen nämlich durch die ständige und vor allem dauerhafte Kontraktion der Muskeln im Gesicht, weswegen auch die berühmte Zornesfalte mit den besonders stark ausgeprägten Muskelpartien oft stark betroffen ist. Das ist auch schon das ganze Geheimnis. Die Kunst besteht darin, das Mittel an den richtigen Punkten einzubringen, um ein optimales Ergebnis zu erhalten.“

Ich: „Sieht man mir eine Botox-Behandlung immer an?“

Dr. Schulz: „Naja, wir wollen doch stark hoffen, dass sich eine sichtbare Verbesserung einstellt. Wenn man kein Ergebnis sehen würde, bräuchten wir es ja auch nicht machen. Aber ich kann Sie beruhigen, wenn Sie Sorge haben, dass es negativ auffallen könnte. Ein guter Facharzt setzt das Mittel gezielt an bestimmten Punkten ein und kann so gezielt die Areale entspannen, die zur Faltenbildung führen. Wir werden schließlich nicht das ganze Gesicht pauschal lahmlegen. Und wenn man schon in jüngeren Jahren mit einer Behandlung beginnt, dann muss man nur die ersten Anzeichen im Keim ersticken, sozusagen. Das ist mit viel weniger Aufwand verbunden, als die Korrektur vieler, sehr ausgeprägter Falten. Aber soweit lassen wir es ja gar nicht erst kommen.“ (Der Blick schweift schon wieder ab - dieses Mal auf meine Zornesfalten J)

Ich: „Und was ist mit Spock-Augenbrauen, dem Mephisto-Blick oder der Absenkung der Augenbrauen?“

Dr. Schulz: „Das kann nur eintreten, wenn zu viel Mittel mit zu wenig Fachkenntnis an den falschen Stellen injiziert wurde. Wenn beispielsweise die Muskeln über der Augenbraue erschlaffen, können sie auf die Braue drücken und sie optisch herabsetzen. Damit so etwas aber nicht passiert, setzen gute Chirurgen Gegenpunkte hierzu, die das Gesamtergebnis dann wieder natürlich halten. Denn Natürlichkeit ist schließlich unser Anspruch.“

Ich: „Dann danke ich für die Fakten und würde jetzt mal sagen: Auf geht’s!“

Dr. Schulz: „Sehr gerne – los geht’s!“

Botox-Behandlung – der Selbsttest!

Es geht also tatsächlich los und ich freu mich, als hätte ich heute Weihnachten und Geburtstag zusammen – das Geschenk an mich selbst ist jedenfalls ziemlich cool! Ich soll mich auf die Behandlungsliege legen. Nicht, weil der Eingriff das zwingend erfordern würde, aber so kann ich meinen Kopf schön ruhig halten und Frau Dr. Schulz meine Gesichtspartien am besten behandeln.

Jetzt meint Frau Dr. Schulz (mit der ich mittlerweile ins DU gewechselt bin): „Versuche jetzt bitte mal so böse zu schauen wie möglich.“ Ich gebe mir tatsächlich alle Mühe, auch wenn ich die ganze Zeit lachen muss. Ich würde mich jetzt echt gerne selbst da so liegen sehen! Mit einem weißen Kajalstift malt Frau Dr. Schulz dann ein paar Punkte in mein Gesicht. Genau an den Stellen, an denen sie später die Spritzen setzen möchte. Ein bisschen mulmig ist mir schon.

Sie erklärt mir: „Wir beginnen mit einer normalen Anfangsdosis von, die ich gleichmäßig auf die gesetzten Punkte verteilen werde. Da die Hautrillen noch nicht so ausgeprägt sind, reicht diese Menge vollkommen aus. Bei sehr starken Falten kann unter Umständen eine höhere Dosis ratsam sein. Da ich Dir die Behandlung so schmerzarm wie möglich gestalten möchte, benutze ich besonders kurze und dazu ultrafeine Nadeln. Die Einstiche wirst Du also kaum merken.“ Echt? Super, ich bin beruhigt. Bei Schmerzen im Gesicht bin ich nämlich tatsächlich etwas zimperlich. Zur Not habe ich trotzdem vorher etwas Narkosecreme auf die Stirn bekommen – just in case!

Frau Dr. Schulz setzt die ersten Spritzen oben links und oben rechts in meine Zornesfalten. Dann auf die Stirn verteilt und zuletzt unter meine Augenbraue, damit die nicht runterhängt. Zwischendurch drückt sie immer auf die Einstichstellen, damit sich keine blauen Flecken an den Einstichstellen bilden. Schmerzen habe ich tatsächlich keine. „Wann wirkt denn die Botox-Spritze?“, frage ich noch. Frau Dr. Schulz meint: „Botulinumtoxin wirkt in den ersten 48 Stunden und hat das endgütige Ergebnis dann nach ca. 10 Tagen erreicht. Die Stirn wird sich zunächst ein wenig unbeweglich anfühlen, das vergeht aber nach ein paar Tagen.“

Nach 10 Tagen

Ich hatte tatsächlich 3 kleine, wenn auch sehr blasse blaue Flecke bekommen. Die konnte ich aber ganz easy mit einem normalen Abdeckstift verschwinden lassen. Nach einer Woche waren die aber auch wieder weg. Aber viel wichtiger ist das Ergebnis!!!! Das ist phänomenal!!! Meine neue Wunderwaffe gegen Falten!! Ich bin ein klein wenig ausgeflippt heute Morgen im Badezimmer, als ich das Ergebnis im Spiegel gesehen habe. Meine Stirn sieht tatsächlich 10 Jahre jünger aus! Ich wirke im Ganzen viel frischer und fühle mich auch so viel besser! Es hat wirklich gut getan, etwas für mein Äußeres zu tun. Ich sehe nicht nur frischer aus, sondern fühle mich auch innerlich irgendwie wieder strahlender! Das werde ich mir jetzt auf jeden Fall alle halbe Jahre gönnen, das ist es mir wert.

Was kostet eine Botox Behandlung? Mit Kosten von 150-300 Euro ist das auch wirklich nicht zu teuer, wenn ich darüber nachdenke, welche Lebensqualität mir das einbringt. Ich bin ein Fan und meine Angst vor Botox war komplett unbegründet. Danke Frau Dr. Schulz!




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